Lebenslanges Lernen


Sprachunterricht und Umweltbildung

Sprache und Umwelt haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Und in der Tat habe ich das eine im Rahmen meiner formalen Ausbildung an der Universität studiert während ich das andere aus der langjährigen praktischen Erfahrung weitergebe. In beiden Themenbereiche setze ich jedoch dieselben gundlegenden Erkenntnisse um.

Wir alle wissen, dass wir Dinge am Besten lernen, wenn wir sie vorgemacht bekommen und selbst ausprobieren können. Gelesenes oder mündlich vorgetragenes Wissen wird dagegen viel schneller vergessen und muss mühsam immer und immer wiederholt werden. Noch besser geht das Lernen mit Freude und in einer angenehmen Situation. Ein gutes Vorbild, das zugleich um die Schwierigkeiten beim Lernen weiß und die Geduld mitbringt, es so oft wie nötig vorzumachen ohne mehr als nötig Hilfestellung zu geben, wird auch denen einen Lernfortschritt bringen, die sich damit schwer tun.

Sprachunterricht

Das Lernen in der Schule bietet vielen Kindern kein gutes Lernumfeld. Im gleich machenden Klassenverband unter dem Druck des Lehrplans und der nächsten Zeugnisse ist wenig Raum für spielerisches Tun. Viel passives Sitzen und wenig eigene Aktivität, starke Konkurrenz und geringe Fehlertoleranz prägen dieses Umfeld. So sehr die moderne Pädagogik den Lehramtskandidaten das Wissen um Lernvorgänge in der Theorie vermittelt, so wenig können sie es umsetzen, sobald sie in der Institution angekommen sind. Räume und Strukturen sind dafür nicht gemacht.
As studierte Pädagogin kenne ich nicht nur die Theorie, sondern habe auch bald zehn Jahre praktische Erfahrung mit der Entwicklung von Lernformen, die individuell auf die Besonderheiten meiner Schüler eingehen. Dem Alter angemessen vermittele ich Selbstvertrauen und Experimentierfreude mit der fremden Sprache. Denn Sprache kennt nicht nur richtig und falsch, sie ist vor allem eine sehr lebendige und vielfältige Form der Verständigung zwischen Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Vorverständnissen. Korrekte Grammatik, Rechtschreibung und Vokabelkenntnisse sind dafür wichtig, aber sie sind eben nicht alles.

Kinder

Für Kinder von 2 -10 Jahren biete ich English-Immersion Spielgruppen an, die nach Absprache flexibel eingerichtet werden können. Pro Gruppe können 3-5 Kinder teilnehmen, damit eine Interaktion zwischen den Kindern möglich ist. Bewegungsspiele, Brettspiele und freies Spiel wechseln sich dabei mit Basteln und Malen ab. Bei schönem Wetter wird der Garten genutzt oder es werden kleine Ausflüge in der näheren Umgebung gemacht. Nach Absprache werden auch Kochen und Backen, Handarbeiten oder handwerkliche Aktivitäten aus meiner Erfahrung in der Umweltbildung mit einbezogen.

Für Schulkinder ab der 3. Klasse biete ich auf den Schulunterricht bezogene Einzelstunden an, deren Länge sich nach der Konzentrationsfähigkeit und dem aktuellen Bedarf richtet und jeweils mit den Eltern abgesprochen wird. Kinder aus derselben Klasse können diese Stunden auch als Gruppe buchen und sich die Kosten teilen. Hierfür nutze ich Materialien und Methoden, die ich in meiner Zeit als Lehrerin an der Grundschule erarbeitet habe, damit die Kinder frühzeitig einen eigenständigen Umgang mit der neuen Sprache erlernen.

Jugendliche

Für Jugendliche biete ich sowohl Einzel- und Intensiv-Nachhilfe an (z.B. zur Vorbereitung des MSA), als auch Niveau-Lerngruppen für Schüler, die sich auf einem ähnlichen Lernstand befinden.
Für die Eingruppierung gibt es ein kostenloses Vorgespräch, in dem die Jugendlichen auch feststellen können, ob 'die Chemie stimmt'. Da in diesem Alter oft schon einige Jahre an Misserfolgen und schlechten Noten die Lernfreude beeinträchtigen, ist die eigene Motivation, sich dieser Hürde zu stellen, ebenso essentiell wie eine vertrauensvolle Beziehung zur Lehrperson.

Erwachsene

Es gibt viele Gründe, als Erwachsener seine Sprachkenntnisse verbessern zu wollen. Neben der beruflichen Notwendigkeit ist es oft auch das Bedürfnis, sich endlich freier ausdrücken zu können und die richtigen Worte für die eigenen Anliegen und Ideen zu finden. Wer nur Grammatik oder Fachvokabular aufbessern möchte, dem empfehle ich ein der vielen regulären Sprachschulen. Für alle anderen biete ich zwei Formate:

Dare to Speak: Ein 10-wöchiger Kurs in fester Zusammensetzung, in dem die Teilnehmerinnen ihre Hemmungen überwinden können, frei zu sprechen. Neben Vokabelübungen und Aussprachetraining werden gängige Fehlerquellen thematisiert. Ausgehend von den Anliegen der 5-10 Kursteilnehmer wähle ich Wochenthemen und gebe auf Anfrage auch schriftliche Aufgaben zur weiteren Übung zu Hause. So ist sicher gestellt, dass alle zu Wort kommen und das lernen können, was für sie individuell wichtig ist.

English Tea-Time: Ein offender Treff für ein English-Immersion Konversationstraining, bei dem wir in gemütlicher Atmosphäre bei englischem Tee über aktuelle Themen sprechen. Bei Interesse wird dies aufgelockert durch Sprach- und Gruppenspiele. Eine 10-er Karte erlaubt es den Teilnehmenden, ihre Termine selbst zu bestimmen.


Umweltbildung

Umweltbildung beginnt bei der Vermittlung von Wissen, geht aber weit darüber hinaus. Erst wenn wir in die Lage versetzt werden, in Zukunft Informationen kritisch einzuordnen, aus dem gelernten Wissen heraus unsere Entscheidungen und Gewohnheiten zu überdenken und auch entsprechend zu Handeln, kann man von einem nachhaltigen Bildungseffekt sprechen.

Vorträge

In Vorträgen erkläre ich allgemein verständlich Begriffe wie peak-oil, peak-phosphate, Comos, Permakultur oder Transition Towns. Die theoretischen Hintergründe werden dabei immer durch Beispiele aus der Praxis erläutert. Ausführliche Diskussions- und Fragezeit bietet die Gelegenheit, aus dem Gehörten einen direkten Bezug zu dem herzustellen, was die Zuhörenden im eigenen Leben beschäftigt. Im Fokus steht schließlich, was die einzelnen für sich mitnehmen können, um es in ihr Handeln zu integrieren.

Workshops

In Praxis-Workshops vermittle ich Umweltbildung durch praktische Erfahrungen weiter. So kann z.B. im Rahmen eines Kinder-Kochkurses den Kindern der Wert von Kompost, fundiertes Kräuterwissen und die Erfahrung mit naturbelassenen saisonalen Lebensmitteln vermitteln, während sie selbst eine leckere Mahlzeit zubereiten. Im Nähkurs mit Jugendlichen sind neben Grundlagen der Nähtechniken, der Stoffkunde und der Schnittmuster-Erstellung auch Müllvermeidung und Produktionsbedingungen von Textilien Thema, während coole up-cycling-Taschen entstehen. Und Erwachsene können entdecken, was alles in ihnen schlummerte, während sie neue Fähigkeiten wie Holzbau, Balkongärtnern, Handarbeiten oder Fahrradreparatur erlernen.

Projekte

Schwerpunkt meiner Arbeit in der Umweltbildung ist die Initiierung und Begleitung von Projekten, in denen Umweltwissen erworben und zugleich umweltbewußtes Verhalten umgesetzt werden kann. Vorträge und Workshops sind häufig in die Initialphase solcher Projekte eingebunden. Ziel der Projekte ist dabei immer, die Befähigung der Beteiligten, ihr eigenes Lebensumfeld dahingehend zu gestalten, dass ein nachhaltigerer Lebensstil auf Dauer möglich wird. Ganz im Sinne der 'Transition'-Idee geschieht dies durch das Kennenlernen, Akzeptieren und Berücksichtigung der eigenen Besonderheiten und Bedürfnisse, die Stärkung von Gemeinschaft in Toleranz der Besonderheiten der anderen durch das gemeinsame Tun, und vor allem in der Freude und Bereicherung, die dies mit sich bringt. Denn Verhaltensweisen, die auf Verzicht und Entbehrung beruhen, werden selten nachhaltig in den Lebensstil integriert.

Zwei Beispiele für Umweltbildungs-Projekte mit Grundschulkindern:

Gemeinsam Kochen - gesund und lecker!
In diesem umweltpädagogischen Projekt für Hortgruppen und Projekttage in Schulen werden die Kinder über das gemeinsame Kochen ganzheitlich dazu angeregt, sich mit ihren Essgewohnheiten, die Eigenschaften und der Herkunft der Zutaten, mit Nähstoff- und Wasserkreislauf, aber auch mit Müllvermeidung, up-cycling und Recycling zu beschäftigen. Ganz im Sinne der Transition-Idee steht das Ziel der gemeinsamen Mahlzeit im Vordergrund. Die Kinder können sich selbstwirksam betätigen und ihr Ergebnis mit Stolz zelebrieren. Sie erleben mit allen Sinnen die Lebensmittel, erproben neue Fähigkeiten und dürfen ihre Grenzen im Umgang mit Hitze, Feuer und scharfen Küchengeräten erweitern. Zugleich lernen sie, Gefahren zu meiden und erste Hilfe-Grundkenntnisse richtig anzuwenden. Die Zutaten sind selbstverständlich saisonal, ökologisch und regional. Der Kurs macht die Kinder vertraut mit Kulturtechniken wie Brot backen, Einmachen und traditioneller Lagerung von Lebensmitteln. Sie können Hefen bei der Arbeit sehen, die chemischen Unterschiede von Zucker und Salz testen, Kräutermemory spielen und seltene Sorten kennen lernen. Je nach Jahreszeit stehen auch Wildkräuter, heimische Beeren, Fallobst und Nüsse auf dem Menü.

Transition - Das Musical
Dies ist ein umweltpädagogisches Projekt für den Einsatz an Schulen, das in musikalisch-spielerischer Weise Kreativität mit Erkenntnis und persönliche mit sozialer Entwicklung verbinden wird. Damit sollen Transition-Prozesse bei den Teilnehmenden, aber auch an ihren Schulen insgesamt, angestossen werden, die über die Phase des Projektes hinaus wirken.
Dieses Projekt ist noch in der Entwicklungsphase.

Auf der Projekt-Seite erfahren sie mehr über aktuelle und frühere Projekte .